Annalena Baerbock

Professor of Professional Practice, Columbia University, New York, ehem. deutsche Außenministerin

Annalena Baerbock zählt zu den profiliertesten deutschen Stimmen in der internationalen Politik. Von September 2025 bis September 2026 war sie Präsidentin der 80. Generalversammlung der Vereinten Nationen. Zuvor amtierte sie von Dezember 2021 bis Mai 2025 als Bundesministerin des Auswärtigen und war die erste Frau an der Spitze des Auswärtigen Amtes.

In ihre Amtszeit fielen der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, eine weitreichende Energiekrise sowie wachsende geopolitische Spannungen. Baerbock vertrat Deutschland bei G7-Treffen und in NATO-Gremien und war an internationalen Verhandlungen über Sicherheit, Klima, Energie und die regelbasierte Weltordnung beteiligt. Als Präsidentin der UN-Generalversammlung befasste sie sich zudem mit der Frage, wie weltweit gemeinsame Leitlinien für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz entwickelt werden können.

Von 2013 bis 2025 gehörte Baerbock dem Deutschen Bundestag an. Zwischen 2018 und 2022 führte sie Bündnis 90/Die Grünen gemeinsam mit Robert Habeck; bei der Bundestagswahl 2021 trat sie als Kanzlerkandidatin ihrer Partei an. Sie war nicht nur die erste deutsche Außenministerin, sondern auch die erste Frau aus der Gruppe der westeuropäischen und anderen Staaten an der Spitze der UN-Generalversammlung sowie die fünfte Frau in diesem Amt seit Gründung der Vereinten Nationen.

Ab 2026 ist Annalena Baerbock Professor of Professional Practice und Co-Director des MPA Program in Global Leadership an der Columbia University in New York.

In ihren Vorträgen verbindet sie Erfahrungen aus internationaler Diplomatie und Krisenmanagement mit den strategischen Fragen von Unternehmen und Führungskräften. Im Mittelpunkt stehen die Folgen geopolitischer Verschiebungen für Märkte, Lieferketten und Investitionen, globale Regeln für Künstliche Intelligenz, internationale Zusammenarbeit sowie Führung und Entscheidungsstärke unter hohem Druck.